Archiv für Juni 2010

Kreuzberg Rap gegen Mediaspree

Schon drei Jahre alt, vor vieren Jahren gefilmt, ist der X-Berg-Rap von Ari Som, der aber noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat: „Was einmal Kreuzberg 36 war, heißt jetzt Investitionsraum Spree-Media.“

Zu finden ist das Musikvideo bei KanalB. Es hangelt sich entlang der Drehorte Schlesisches Tor, Yorck59, Schwarzer Kanal, Potsdamer Platz und Universal/Osthafen durch das Thema Privatisierung, macht dabei einen Schlenker nach Heiligendamm und findet zurück zur Mayday-Parade 2006, zum Bethanien und zu einer Demo gegen die hässliche Stadtumstrukturierung, während die Investoren doof dastehen, weil ihre Pläne abhanden gekommen sind und der Yuppie im Café auch mal die Torte statt auf den Tisch in die Fresse bekommt.

Mediaspree entern: Alle Infos auf einen Klick…

Hier verweisen wir auf alle Infos zum Aktionstag, die sich in einzelnen Beiträgen und Unterseiten verbergen.

Zum Konzept des Aktionstags am 5. Juni findet ihr Erbauliches hier und in einem ausführlicheren Indy-Artikel.

Los geht es um 13:30 Uhr mit den beiden Demos vom Kotti und vom Boxi, die sich auf der Oberbaumbrücke treffen werden. Zur Friedrichshainer Demo spielen Revolte Springen auf, und es gibt einen Queer Block.

Ab 14 Uhr wird es auf der Falckensteinstraße, nahe der Oberbaumbrücke eine Kundgebung mit Infoständen, Live-Musik und aktuellen Infos zum Aktionstag geben. Außerdem wird es Infopunkte an der Köpi, beim Yaam und an der Bödi9 geben. Diese Orte und viele nette Anregungen für den Aktionstag könnt ihr dem reichhaltigen Kartenmaterial entnehmen. Auf 95,2 MHz wird es ab mittags ein Aktionsradio geben, und einen Twitter-Ticker gibt es dann auch. Ihr habt selbst tolle/wichtige MS-entern-Neuigkeiten zu berichten? Dann ruft das Infotelefon unter 0157 – 87 21 07 77 an.

Ab 15 Uhr soll die eigentliche Aktionsphase mit dem Besuchen von vier Mediaspree-Bauprojekten beginnen. Wir sind gespannt, was sich die verschiedenen Grüppchen und Initiativen daneben noch so alles ausgedacht haben. Bekannt geworden sind bisher das Anlegen von Anwohner/innengärten und das Skaten im Osthafen.

Um 18 Uhr wird es dann noch eine gemeinsame, wenn auch dezentrale Aktion geben: Die Lärmdemo. Am Abend wird dann immer noch genug Zeit sein, am Spreeufer zu feiern, zu chillen und weitere Pläne für den Widerstand gegen Mediaspree und gegen steigende Mieten auszuhecken.

Was tun wenn’s brennt?

Beim Aktionstag am Samstag gab es eine Reihe von Verhaftungen. Ob die Leute auch Strafverfahren zu erwarten haben, können wir hier nicht beurteilen. Aber ein paar Tipps geben, wie damit umgegangen werden kann. Und wie wir Geld beschaffen können, um gemeinsam für Kosten der Verfahren aufzukommen. Achtet bitte auch bei euch und bei Freund_innen darauf, ob durch Polizeigewalt psychisch bedenkliche Einschüchterungen (Traumatisierungen) entstanden sind.

Gedächtnisprotokoll aufschreiben!

Erster Schritt sollte für alle sein, die verhaftet worden sind oder deren Personalien aufgenommen wurden und die ein Verfahren befürchten müssen, umgehend ein Gedächtnisprotokoll aufschreiben. Hier geht es darum, die Situation und das Geschehen rund um die angebliche Tat genauestens zu dokumentieren. Je detaillierter, um so besser. Das gilt auch für Zeug_innen von brenzlichen Situationen. Es kann einfach sein, dass ein Gerichtsverfahren erst einige oder viele Jahre später stattfindet, und dann könnt ihr euer Gedächtnis anhand des Protokolls auffrischen. Das Protokoll ist am sichersten beim EA aufgehoben (siehe unten).

Anwält_in oder EA aufsuchen?

(mehr…)