Archiv für Mai 2011

30.5. DružbaR für Frei-/Wohnraumkämpfe

Kohle für Antirepressionsarbeit
von Liebig14-Action bis Mieter_innenbewegung

Montag, 30. Mai
ab 20 Uhr
in der New Yorck

fein vokü
lecker deko
schick mucke
sonore filmchen
lauschige cocktails

„Paff Meisi im Neurosengarten“ – Audiovisueller Beitrag zum Thema ‚Hostels sind die Krätze am Arsch Berlins‘

Der Erlös des Abends geht an die Gruppe „gemeinsam Stadt allein – geSa“, die das L14-Soli-Konto eingerichtet hat.

New Yorck im Bethanien-Südflügel // Mariannenplatz 2a // Kreuzberg // www.newyorck.net

Phantom-Piraten ziehen ihre Kreise…

…jedenfalls legt dies eine erheiternder Bericht des Tagesspiegels nahe:

„Autonome kappen schwarz-gelbe Fährverbindung“

Offenes Vorbereitungstreffen für stadtweiten Aktionstag

Gib Deine Stimme nicht ab – nutze sie!
Für alle die wissen, dass Wahlen nichts ändern, organisieren wir ein aktionsorientiertes Alternativprogramm für den 18. September!
An einem solchen Wahltag steht in der Regel alles still! Alles dreht sich nur noch um Statistiken, Wählerströmungen, Lippenbekenntnisse – ab 18Uhr schauen alle wie gebannt auf die Prognosen und Hochrechnungen. Nicht so dieses Jahr!
Wir rufen dazu auf die eigene Stimme zu nutzen! Bestimmen wir doch diesen Tag selbst, gestalten um was wir verändert haben wollen, nehmen uns was wir brauchen und machen deutlich, dass wir eine soziale Stadt für alle durchsetzen werden!

Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand!

Wir laden euch zu unseren offenen Vorbereitungstreffen ein.

Flyer zum download

Am Montag, 23. Mai, [und dann alle 14 Tage] treffen wir uns um 19:30 Uhr im New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a.

Es werden noch Leute und Gruppen gesucht die Lust haben ihre Vorstellungen von einem solchen Tag einzubringen und diesen dann mit zu gestalten!

Daimler-Hochhaus in Friedrichshain

geplante MBVD Zentrale
Nach der Ankündigung Anfang Februar war nichts mehr von den ehrgeizigen Plänen des Daimler Konzerns zu hören:
Ein neuer Potsdamer Platz soll an der O2 Halle entstehen.

Am Montag gab es nun doch eine Infoveranstaltung zum prestigeträchtigen Hochhausbau am Spreeufer.

Trotz der sehr kurzfristigen Ankündigung lief nicht alles so glatt wie die Herren von Daimler und Vivico sich das vorgestellt hatten…
Das wird nichts mit der guten Nachbarschaft!
Hierzu gibt es einen ausführlichen Bericht bei Indymedia:
http://de.indymedia.org/2011/05/307906.shtml

Der Ablauf dieser Veranstaltung macht eines deutlich:

Auch drei Jahre nach dem erfolgreichen Bürger_innenentscheid werden lustig Baugenehmigungen erteilt und das Spreeufer zugepflastert. Mensch kann sich nicht drauf verlassen, dass die politischen Entscheidungsträger den Bürger_innenwillen respektieren oder gar umsetzen. Stattdessen werden in Hinterzimmern die Entscheidungen getroffen und auch auf [grüner] Bezirksebene ein investorenfreundlicher Kurs gefahren.
Wenn wir politisch etwas verändern wollen wird dies nicht durch Wahlen geschehen, sondern wir müssen die Dinge selber anpacken und Fakten schaffen!

Die Vivico informiert…

Vivico lädt zur Info-Veranstaltung Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland [mbvd] in Friedrichshain ein

„Oh nein ist das schlecht, ich meine die Architektur…“ schallte es durch den Raum als die neuen Bilder der geplanten Mercedes-Benz Vertiebs Zentrale herum gingen. Die erreichten uns mit der Pressemitteilung, der zu entnehmen ist, dass die lange angekündigte Infoveranstaltung von Vivico jetzt am kommenden Montag stattfinden soll.

Vivico lädt ein zur Info-Veranstaltung zur Ansiedlung von Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland in Berlin-Friedrichshain
16. Mai 2011 ab 18:30 Uhr
Fritzclub, Straße der Pariser Kommune, Berlin-Friedrichshain

Die Zentrale von Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland wird in Berlin-Friedrichshain angesiedelt werden. Der Projektentwickler Vivico lädt hierzu Anwohner und interessierte Bürger zu einer Info-Veranstaltung ein. Am 16. Mai 2011 ab 18.30 Uhr bietet Vivico im Fritzclub an, mehr über den neuen Nachbarn Mercedes-Benz sowie das Projekt zu erfahren.

Angekündigt war die Veranstaltung eigentlich auf Ende Februar. Warum sich das so verzögert hat ist unklar.
Diese Infoveranstaltung der anderen Art bietet neben neuen Informationen, die Vivico/Daimler vermutlich präsentieren werden, natürlich die Präsenz unseres Beziksbürgermeisters Franz Schulz, der lieber seinen investorenfreundlichen Kurs fährt und an diesem Tag mit auf dem Podium sitzen wird, statt dem Bürger_Innen-Willen zu folgen und Mediaspree entgültig zu stoppen.
So wird bald der Merceces-Stern neben dem leuchtenden O2-Schild seine Runden drehen, falls es uns nicht gelingt, unserer Meinung zu diesem Bauprojekt mit aller Vehemenz Ausdruck zu verleihen.

Berlin entern! – am Wahltag

FlyerEs muss nicht viel gesagt werden zum Thema Gentrification in Berlin, da an allen Ecken und Enden darüber berichtet wird. Immer mehr Menschen müssen Innenstadtbereiche verlassen und werden aufgrund steigender Mieten in die Randbezirke verdrängt. Die antisoziale Entwicklung hat ihre Ursache im Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft. Durch großflächige Privatisierungen etwa von Flächen im Mediaspree-Gebiet oder ganzen Wohnungsbaugesellschaften wie der GSW werden demokratische Spielräume abgebaut. Der Staat zieht sich aus der sozialen Verantwortung, übrig bleiben hohe Wasserpreise, hohe Mieten und ein repressiver Polizeiapparat. Ab und an gibt es Wahlen, wenn aber die Menschen tatsächlich mal etwas entscheiden wollen, wird darüber hinweggebügelt, z. B. Nach dem Bürger_innen-Entscheid zu Mediaspree im Sommer 2008, der mit 90% der Stimmen gewonnen wurde. Auch bei Tempelhof zeichnet sich derartiges ab: zwar dürfen Bürger_innen Ideen einreichen, doch die tatsächlichen Ausschreibungen mit Architekturbüros laufen an anderer Stelle, werden von einer der Regierung genehmen Jury entschieden. Die Rahmenbedingungen, etwa dass Luxus-Öko-Wohnquartiere auf Teilen des Tempelhofer Feldes entstehen und damit weiterer öffentlicher Raum privatisiert wird – dies alles steht fest. Beim Mauerpark geschieht ähnliches. Demokratie ist nur Schmuck, wenn er lästig ist, wird er auch mal weggelassen, wie beim Bürger_innen-Entscheid zu Mediaspree.

Wir sehen, dass derzeit keine der politisch-parlamentarischen Kräfte in Berlin den Willen hat, einen tatsächlich sozialen Kurs zu fahren, obgleich viele Menschen unter den Auswirkungen einer neoliberalen Stadtentwicklung leiden. Deshalb haben wir beschlossen am Wahltag zu zeigen, was derzeit offenbar der einzige Ausweg ist: Wir möchten einen Aktionstag am 18. September auf die Beine stellen, mit dem wir der Politik, aber vor allem unseren Mitmenschen, zeigen wollen, dass wir nur an eine Veränderung glauben, die wir selbst, direkt und radikal gestalten.

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