Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Wir laden zur Fahrraddemo ein!

3 Jahre nach dem erfolgreichen Bürger_innen-Entscheid wird weiter gebaut und geplant. Mercedes will ein Hochhaus neben die O2-World setzen, im letzten Jahr wurde das Luxus-nhow-Hotel eröffnet und weitere Projekte stehen in den Startlöchern.
Diese Entwicklung reiht sich in die ablaufende neoliberale Stadtumstrukturierung ein. Berlin wurde verstärkt von Investor_innen als Anlagemöglichkeit entdeckt und der Wohnungsmarkt verengt sich. Die Mieten steigen, immer mehr Menschen werden verdrängt und Armut verschärft sich.
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Spreeparade

Spreeparade

Diesen Samstag, 16.07.2011 findet eine Spreeparade statt.

Auch in die­sem Som­mer gibt es wie­der die Ge­le­gen­heit zu zei­gen, wie viele Men­schen in Ber­lin mit der Mie­ten­will­kür und den Spree­ufer­pla­nun­gen un­zu­frie­den sind. Das wol­len wir auf eine mög­lichst an­ge­neh­me Art und Weise ma­chen! Lauft mit, tanzt mit, seid krea­tiv und kommt zu un­se­rem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Pro­test­fes­ti­val an der Spree!

Es wird ne bute Demo mit viel Musik…

Infos unter http://spreeparade.blogsport.de/.

Einladung zur Fahrraddemo

Einladung zur FahrraddemoWir laden zur Fahraddemo ein!

Wir starten am 23. Juli 2011 um 15 Uhr am Kottbusser Tor und fahren dann durch verschiedene Kieze – über Kreuzberg36 und Friedrichshain nach Alt-Treptow und Neukölln!

Weitere Infos folgen…

Offenes Vorbereitungstreffen für stadtweiten Aktionstag

Gib Deine Stimme nicht ab – nutze sie!
Für alle die wissen, dass Wahlen nichts ändern, organisieren wir ein aktionsorientiertes Alternativprogramm für den 18. September!
An einem solchen Wahltag steht in der Regel alles still! Alles dreht sich nur noch um Statistiken, Wählerströmungen, Lippenbekenntnisse – ab 18Uhr schauen alle wie gebannt auf die Prognosen und Hochrechnungen. Nicht so dieses Jahr!
Wir rufen dazu auf die eigene Stimme zu nutzen! Bestimmen wir doch diesen Tag selbst, gestalten um was wir verändert haben wollen, nehmen uns was wir brauchen und machen deutlich, dass wir eine soziale Stadt für alle durchsetzen werden!

Nehmen wir die Dinge selbst in die Hand!

Wir laden euch zu unseren offenen Vorbereitungstreffen ein.

Flyer zum download

Am Montag, 23. Mai, [und dann alle 14 Tage] treffen wir uns um 19:30 Uhr im New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a.

Es werden noch Leute und Gruppen gesucht die Lust haben ihre Vorstellungen von einem solchen Tag einzubringen und diesen dann mit zu gestalten!

Daimler-Hochhaus in Friedrichshain

geplante MBVD Zentrale
Nach der Ankündigung Anfang Februar war nichts mehr von den ehrgeizigen Plänen des Daimler Konzerns zu hören:
Ein neuer Potsdamer Platz soll an der O2 Halle entstehen.

Am Montag gab es nun doch eine Infoveranstaltung zum prestigeträchtigen Hochhausbau am Spreeufer.

Trotz der sehr kurzfristigen Ankündigung lief nicht alles so glatt wie die Herren von Daimler und Vivico sich das vorgestellt hatten…
Das wird nichts mit der guten Nachbarschaft!
Hierzu gibt es einen ausführlichen Bericht bei Indymedia:
http://de.indymedia.org/2011/05/307906.shtml

Der Ablauf dieser Veranstaltung macht eines deutlich:

Auch drei Jahre nach dem erfolgreichen Bürger_innenentscheid werden lustig Baugenehmigungen erteilt und das Spreeufer zugepflastert. Mensch kann sich nicht drauf verlassen, dass die politischen Entscheidungsträger den Bürger_innenwillen respektieren oder gar umsetzen. Stattdessen werden in Hinterzimmern die Entscheidungen getroffen und auch auf [grüner] Bezirksebene ein investorenfreundlicher Kurs gefahren.
Wenn wir politisch etwas verändern wollen wird dies nicht durch Wahlen geschehen, sondern wir müssen die Dinge selber anpacken und Fakten schaffen!

Freibeuter der sieben Kieze in neuen Gefilden

Juchu! Nach geschätzten anderthalb Jahren Web-Abwesenheit wollen wir Spreepirat_innen wieder regelmäßig aktuelle Nachrichten, Termine und Stellungnahmen zur Spreeufer- und Kiezentwicklung ins öffentliche Gewebe einspeisen. Seid gespannt…

Und nicht wundern: Was nach älteren Beiträgen aussieht, sind entweder Sachen, die wir mal zur Kampagne „Mediaspree entern!“ beigetragen hatten, oder von unserer alten Internetseite gerettetes.

Proteste gegen Aufwertung sind soziale Kämpfe

Einige bemerkenswerte Gedanken und Thesen wirft der überaus lesenswerte Artikel „Die Produktdesigner“ von Christoph Spehr im Freitag vom 2. September auf: Die Proteste gegen städtische Aufwertungsprojekte seien nicht spießig, sondern enthielten Ansätze neuer sozialer Kämpfe. Neben Proteste gegen Stuttgart21 und Hamburger Wachstumsprojekte bezieht sich Spehr ausdrücklich auch auf Mediaspree versenken. (Alle Zitate sind aus dem Artikel.)

Die Forderung der Recht-auf-Stadt-Bewegung ist simpel: Jeder Mensch soll dort wohnen bleiben können, wo er wohnt, und wie ihr Viertel baulich verändert wird, darüber sollen die Anwohner entscheiden. Das ist natürlich eine ungeheure Provokation, weil doch die Stadt nicht den Menschen gehört, die in ihr leben, sondern den Eigentümern – den Investment-Konsortien, den Konzernen, den Baugesellschaften und nicht zuletzt den Politikern, die ihre Haushalte sanieren und sich bei Investoren beliebt machen wollen.

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Was tun wenn’s brennt?

Beim Aktionstag am Samstag gab es eine Reihe von Verhaftungen. Ob die Leute auch Strafverfahren zu erwarten haben, können wir hier nicht beurteilen. Aber ein paar Tipps geben, wie damit umgegangen werden kann. Und wie wir Geld beschaffen können, um gemeinsam für Kosten der Verfahren aufzukommen. Achtet bitte auch bei euch und bei Freund_innen darauf, ob durch Polizeigewalt psychisch bedenkliche Einschüchterungen (Traumatisierungen) entstanden sind.

Gedächtnisprotokoll aufschreiben!

Erster Schritt sollte für alle sein, die verhaftet worden sind oder deren Personalien aufgenommen wurden und die ein Verfahren befürchten müssen, umgehend ein Gedächtnisprotokoll aufschreiben. Hier geht es darum, die Situation und das Geschehen rund um die angebliche Tat genauestens zu dokumentieren. Je detaillierter, um so besser. Das gilt auch für Zeug_innen von brenzlichen Situationen. Es kann einfach sein, dass ein Gerichtsverfahren erst einige oder viele Jahre später stattfindet, und dann könnt ihr euer Gedächtnis anhand des Protokolls auffrischen. Das Protokoll ist am sichersten beim EA aufgehoben (siehe unten).

Anwält_in oder EA aufsuchen?

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Abgesang auf Mediaspree

Hier gibt es einen Beitrag – mittlerweile auch ein Jahr alt, zur Geschichte und dem Ende des Marketingvereins „Media Spree e.V.“ – natürlich auch eine kleine Geschichte des Widerstands dagegen:
Media Spree – Abgesang auf einen gebrochenen Mythos auf Investorenschreck.

Und dann, ähnlich alt, den Text Wer hat Lust auf Mediaspree? von den Spreepirat_innen, der in der Broschüre „Unter dem Cluster liegt der Strand“ veröffentlicht worden ist (hier auch als PDF). Die Broschüre war von der Hamburger Gruppe Commode zusammengestellt worden und beschäftigt sich daher auch mehrheitlich mit der Hamburger Stadtentwicklung. Hier gibt es eine Leseprobe als PDF und den Text Wachse wachse über alles über den Hamburger Stadtentwicklungsplan „Wachsende Stadt“.

Und wer sich mal damit beschäftigen mag, wie es so im Sonderauschusss zugegangen ist, in dem ja eigentlich die Umsetzung des Bürgerentscheids hätte verhandelt werden sollen, in dem es dann aber nur um ein paar Meter hier und ein paar Bäume und Sträucher da ging: Hier die Berichte der Ostprinzessin, die zunächst als Bürgerdeputierte im Ausschuss saß, dann aber Konsequenzen zog und fortan nur noch als kritische Zuschauerin, wütende Zuruferin und schonungslos direkte Berichterstatterin dem bürokratischen Zirkus beiwohnte.