Archiv der Kategorie 'Neuigkeiten'

Protest gegen Luxusbau stoppt Mauerabriss

Seit dem 21. Februar ist die Petition „East Side Gallery retten! Keine Luxuswohnbebauung auf dem ehemaligen Todesstreifen“ online und bereits mehr als 44.000mal unterzeichnet worden. Es geht um das Bauprojekt „Living Levels“ direkt am Spreeufer auf dem ehemaligen Grundstück des „Oststrands“. Die geplanten Eigentumswohnungen werden bereits zu Preisen von bis zu 15.000 €/qm angeboten.

Für das Bauvorhaben, aber auch für eine neue Fußgängerbrücke über die Spree, sollen gut 20 Meter der East Side Gallery entfernt werden – am Donnerstag war mit den Bauarbeiten begonnen worden. Am Freitag schließlich, nachdem das erste Mauersegment herausgerissen worden war, stürmten einige hundert Demonstranten die Baustelle – die Bauarbeiten wurden daraufhin eingestellt.

Am Montag könnten die Bauarbeiten fortgesetzt werden. Deswegen wird es morgen eine Demonstration geben:

Sonntag 14:00 Uhr East Side Gallery
Erster Erfolg: Der Abbau der East Side Gallery wurde heute morgen gegen 11 Uhr gestoppt. Dank des lauten Protests vor Ort und online konnten wir gemeinsam das Mahnmal der Teilung Berlins für heute bewahren. Die Bauarbeiten könnten jedoch jederzeit fortgesetzt werden. Deshalb müssen wir den Druck weiter hoch halten. Der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, ist nun in der Pflicht, ein Abbau-Moratorium auszusprechen. Um die East Side Gallery zu retten, rufen wir alle Berlinerinnen, Berliner und Interessierte auf, am
Sonntag, 3. März, 14 Uhr, East Side Gallery

Es gibt sicherlich sehr unterschiedliche Gründe gegen das Bauvorhaben auf die Straße zu gehen. Ob Schutz der Mauer-Reste, ob Spreeufer für alle, ob Protest gegen Luxusbauten, während gleichzeitig Leute mit kleinen Einkommen aus den Innenstadtbezirken vertrieben werden…

Köpi verteidigen! – Demo am 22.2.

Am 28. Februar soll der Köpi-Wagenplatz zwangsversteigert werden. Angezettelt durch die Commerzbank mit ihren Tochtergesellschaften, denn das große Geld winkt. Seit dem Sommer 2012 ist das Gebiet um das Wohn- und Kulturprojekt KØPI mit ihrem Wagenplatz als Sanierungsgebiet ausgeschrieben. Der Staat möchte Geld locker machen und Investoren anziehen, um die Nördliche Luisenstadt aufzuwerten. Lofts, Eigentumswohnung und Luxus-Studentenwohnheime sind gedacht. Die Köpenicker Straße soll zur Flanier- und Partymeile ausgebaut werden und der alte Postfuhrhof wird ein zweiter Hackescher Markt. Der geplante Baubeginn ist bereits im März. Das Haus mit seinen vielen Projekten und der Wagenplatz gehören zusammen. Sie sind ein Teil der bestehenden Widerstandsbewegung gegen die Verwertungspolitik.

Die Versteigerung ist ein weiterer Angriff auf uns alle. Rummelplatz, KvU, Linienstraße, KØPI und alle anderen alternativen Projekte müssen bestehen bleiben.

Dazu wird es am Freitag dem 22. Februar eine WirBleibenAlle-Demo geben. Gemeinsam fordern wir Solidarität mit allen bedrohten Projekten und treffen uns um 16 Uhr in der KØPI.

Alle sind dazu eingeladen sich an der Demo zu beteiligen, sei es mit Redebeiträgen, Transparenten, Wägen, Schlafplätzen für die Zeit zwischen Demo und Zwangsversteigerung oder eigenen Aufrufen.

Solidarität ist unsere wichtigste Waffe!

Die „Demo-Orga“

Am Donnerstag Zwangsräumung verhindern!

Die Spreepirat_innen tragen den Stadtvernetzt-Aufruf zur Blockade der angekündigten Zwangsräumung am Donnerstag, den 14. Februar mit:

Wir rufen zur Blockade der Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8 am 14.2. um 7 Uhr in Berlin-Kreuzberg auf.
Dieser Aufruf ist kein Aufruf zu einer symbolischen Blockade! Uns geht es um nicht mehr und nicht weniger als um die Verhinderung der Zwangsräumung der Familie Gülbol. Wir werden mit der Verhinderung der Zwangsräumung ein Signal gegen Mieterhöhung, Verdrängung und Verarmung weit über die Stadt hinaus setzen. Dazu brauchen wir Euch alle!

  1. Bringt Eure Schilder, Plakate und Transparente mit, mit denen wir am 3. September 2011 mit 6000 Menschen die basisorganisierte und außerparlamentarische Mietenstopp-Demonstration durchgeführt haben. Wir haben Euch damals gesagt, dass wir Euch wieder aufrufen werden, wenn wir Euch brauchen. Wir brauchen Euch!
  2. Verbreitet diesen Aufruf in Euren Kiezen, Bezirken, in Euren Gruppen und Vereinen, in Euren Schulen und Kneipen. Redet mit den Nachbarn und Nachbarinnen. Verabredet Euch und kommt gemeinsam. Wir rufen Euch auf in der gesamten gesellschaftlichen Breite der Menschen, die von Mieterhöhung, Verdrängung und Verarmung betroffen sind, die Zwangsräumung verhindern zu helfen. Für alle ist ein Platz bei diesem Vorhaben.
    Überlegt Euch auf welche Weise Ihr in Euren Kiezen auch nach dem 14.2. unterstützend tätig werden könnt.
  3. Wir rufen jede einzelne Polizistin und jeden einzelnen Polizisten dazu auf, dem Befehl zur Zwangsräumung keine Folge zu leisten und die Kollegen ebenfalls dazu zu ermuntern.
  4. Wir rufen die angrenzenden Kieze und deren Bewohner und Bewohnerinnen dazu auf sich spontanen Blockaden anzuschließen. Oder selber Blockaden zu inszenieren. Es geht darum etwaigen Polizeikräften, die unserer Aufforderung nach Befehlsverweigerung nicht nachgekommen sind, jeden (!) Zugang zur Lausitzer Straße zu verunmöglichen. Dies gilt unseres Erachtens nach bereits für den 13.2.!
    Außerdem bitten wir die gesamte Bevölkerung der betroffenen Kieze der Polizei keine Hilfeleistungen zu gewähren, z.B. keine Toiletten zur Verfügung zu stellen.
    Außerdem rufen wir zur Ausweitung der Blockaden auf das ganze Viertel auf.
  5. Informiert Euch kurzfristig über Änderungen. Haltet Euch bereit, wenn nötig, das Viertel schon vor dem angekündigten Zwangsräumungstermin zu besetzen oder kurzfristig auf unvorhergesehenen Ereignisse flexibel reagieren zu können.

Die Zwangsräumungen sind nur die Spitze des Eisbergs. Mieterhöhungen, Verdrängung und Verarmung betreffen uns in fast allen Kiezen, Stadtteilen und Bezirken. Diese Zwangsräumung, die der Besitzer trotz Widerstand vieler Anwohner/innen durchsetzen will, um Eigentumswohnungen daraus zu machen, ist ein Angriff auf uns alle. Da die Politik den Ausverkauf der Stadt für renditeträchtige Investoren hoffähig gemacht hat, müssen wir unser Schicksal selber in die Hand nehmen.
Kommen wir zu Tausenden zusammen und verhindern wir diese Zwangsräumung als eine Stellungnahme, dass wir den Ausverkauf der Stadt nicht mehr stillschweigend hinnehmen werden!

„stadtvernetz“-Versammlung vom 27. Januar 2013,
unter Zustimmung auch aller nicht anwesender Gruppen

Spreeufer Info und Party nach WBA-Demo

Am Samstag nach der WBA-Demo:

21:30 Uhr Infoveranstaltung zum aktuellen Stand der Investoren-Bauprojekte am Spreeufer und ab 23 Uhr „Spreeufer für alle!“-Soli-Party in der K9, Kinzigstraße 9 (F‘hain)

…mehr Infos bei ms-versenken.org…

Blog zur Cuvry-Freifläche

Freunde der Cuvry-Freifläche haben eine Blog gebastelt, auf dem es künftig mehr zu den Aktivitäten rund um die Fläche geben soll. Ihr findet dort u.a. den Vorschlg für ein Nutzungskonzept, das aus dem Umfeld des ReäuberLäb kommt.

cuvrybrache.blogsport.de

Das Shopping-Monster von der Warschauer Brücke

Der europaweit tätige Shopping-Center-Konzern Multi Development hat das Grundstück zwischen O2-Halle und Warschauer Brücke von der Anschutz Group gekauft und will im Herbst 2013 beginnen, dort ein Shopping Center mit 25.000 m² Verkaufsfläche zu bauen. Multi Development hat im April 2012 betreits ihr neues Einkaufszentrum „Boulevard Berlin“ in der Steglitzer Schlossstraße eröffnet. Die Größenordnung der nun geplanten Mall an der Warschauer Brücke ist vergleichbar mit dem Gesundbrunnen Center oder den Neukölln Arkaden.

Damit deutet sich an, dass es nach dem Bau der Mercedes Benz Vertriebszentrale auf dem Anschutz-Gelände mit weiteren großen Bauprojekten voran geht. So hatte im Juli der zum Porr Baukonzern gehörende Immobilienentwickler Strauss & Partner die Baugenehmigung für sein Projekt „Hotel und Office Campus Berlin“ erhalten. Bis Ende 2013 sollen südöstlich der O2-Halle Bürogebäude und ein 3-Sterne-Hotel der Marke Holiday Inn mit 217 Zimmern entstehen. Das hat zwar nichts mit Medienindustrie zu tun, aber das „Media Spree“-Werbekonzept war ja ohnehin nur ein aufgeblasenes Marketing-Konstrukt, um die Spreeufer für alle denkbaren Investoren interessanter zu machen.

In der BVV Friedrichshain-Kreuzberg waren die Shopping-Center-Pläne, damals noch von CKV Immobilien unter dem Titel „Spree Shopping Berlin“ vorgetragen, auf große Skepsis gestoßen, doch nun hört man aus der Bezirksamts-Ecke nichts (mehr). Was mag das bedeuten? Zumindest geht der kommerzielle Ausverkauf und die an Profitinteressen orientierte Umstrukturierung der Spreeufer weiter.

Bewegung auf der Cuvry-Fläche

Der große, weite Freiraum zwischen Brandwand und Cuvrystraße, zwischen Spreeufer und Schlesischer Straße, satte 10.000 Quadratmeter Spontanvegetation, Feuchtbiotop, Guerilla Gärten,… und einige Zelte. Abends gibt es Lagerfeuer, man trifft sich, redet mit Leuten, mit denen man sich gar nicht verabredet hatte.

Von der Initiative „Mediaspree versenken!“ gibt es nun Montag abends eine Volksküche, um zusammenzukommen und über die Zukunft der Cuvry-Fläche zu sprechen. Schaut einfach vorbei – man trifft sich an der RäuberLab-Bude.

Die Cuvry-Fläche gehört leider offiziell nicht den Bewohner_innen und Freund_innen des Wrangelkiezes und des Spreeufers, sondern der Ritter Real Estate, einem Immobilienentwickler mit Sitz in München. Aber das heißt ja nicht, dass wir uns nicht nehmen, was uns zusteht…

Mittwoch Pressekonferenz zur Spreedemo

Hiermit möchten wir, Mediaspree Versenken! AG Spreeufer, Megaspree, Spreepirat_innen und Karla Pappel – Stadtteilinitiative in Alt Treptow gegen Mieterhöhung und Verdrängung, Sie herzlich einladen zu unserer Pressekonferenz

am Mi. 11. Juli 2012 um 11 Uhr am Strand des „YAAM“ (gegenüber des Ostbahnhofes).

Wir möchten Sie informieren über den Aktionstag und unsere Demonstration anlässlich das vierten Jahrestages des Bürgerentscheids „SPREEUFER FÜR ALLE!“ am 14. Juli unter dem Motto:

Berlin ist keine Ware – gemeinsam gegen Ausverkauf und Verdrängung!

Weitere Informationen zu der Demonstration können Sie der Website http://spreedemo2012.blogsport.de/ entnehmen.

4 Jahre Bürgerentscheid „Spreeufer für alle“

Es wird eng im Kiez – die Mieten steigen und der Ausverkauf geht weiter. Daimler, CocaCola, neue Einkaufszentren und Hochhäuser entstehen an der Spree! Uns reichts!

Themen wie Gentrification, hohe Mieten und der Ausverkauf der Stadt sind aktueller denn je. An der Spree und überall! Am Samstag, den 14. Juli werden wir unseren Protest und unseren Widerstand deutlich zum Ausdruck zu bringen!

Darum laden wir euch ein, Teil des Bündnisses zum Aktionstag anlässlich des 4. Jahrestages des Bürger/innenentscheids „Spreeufer für alle!“, zu werden.

Dieses Bündnistreffen soll allen engagierten Gruppen, Initiativen und Projekten aus Stadtteil- und Kiezpolitik, Kunst und Kultur Anknüpfungspunkte im Sinne der eigenen Arbeit bieten.

Konkret sollen bei dem Gründungstreffen, neben der Formulierung der Kernforderungen und des Aufrufs, die Planung, die Organisation, die Anmeldung und die Durchführung des Aktionstages am 14. Juli sowie die Form der Aktionen diskutiert werden (z.B.: Demo, Parade, Demoparade, Sternmarsch, Fahrraddemo, Kiezspaziergang, Formen des zivilen Ungehorsams etc.).

Am Mittwoch, den 9. Mai.2012 um 20 Uhr laden wir zum Gründungstreffen der Arbeitsgemeinschaft zur Planung und Durchführung des Aktionstags 4 Jahre Bürger/innenentscheid „Spreeufer für alle!“ ein.

Treffpunkt: RAW Tempel e.V., Revaler Str. 99, Tor 2. vor der „Küste“ (Stoff- und Gerätelager).

Wir bitten um kurze Rückmeldung und freuen uns auf einen guten Start.

Initiativkreis Mediaspree versenken! Spreepirat_innen & AG Spreeufer

spreepi­ra­tin­nen(ät)riseup.​net
mediaspreeversenken(ät)gmx.net

Mediaspree versenken! – Offenes Treffen 13.2.

Mercedes Vertriebszentrale, Coca Cola-Zentrale, Hotels, Büros und Luxuswohnungen: So sehen die Pläne zur weiteren Bebauung der Spreeufer aus. Dabei wird Berlin immer mehr zugebaut – umso wichtiger wird der Erhalt von Freiräumen, so wie dies vom Bürger_innen-Entscheid Spreeufer für alle! beschlossen worden war. Die Mieten steigen immer weiter, günstige Wohnungen werden dringend gebraucht, aber das rentiert sich eben nicht.

Wir laden dazu ein, sich zusammenzusetzen und gemeinsam zu überlegen, wie wir Mediaspree versenken! dieses Jahr wieder in die Öffentlichkeit tragen, dem Protest Ausdruck verleihen und Sand ins Getriebe der Aufwertungsfetischist_innen streuen können.

Offenes Treffen am 13. Februar
20 Uhr, Stadtteilbüro in der New Yorck
Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2a.